Ihre Immobilie doch noch erfolgreich verkaufen

In den vergangenen Jahren konnten Hausverkäufer hohe Gewinne erzielen. Doch aufgrund steigender Zinsen steht ein Trendwechsel bevor. Dennoch kann ein Hausverkauf weiterhin profitabel sein, wenn die richtige Strategie angewendet wird.

Eigenheimbesitz ist für die meisten Menschen der bedeutendste und wertvollste Besitz, in dem sie bis zum Lebensende leben möchten. Dennoch gibt es Umstände, die einen Verkauf notwendig machen, wie z. B. ein drängender Miteigentümer, ein Umzug ins Altersheim, Erbschaft oder Sorge vor einem Wertverfall. In den letzten Monaten hat sich der Immobilienmarkt jedoch erheblich verändert. Während es zuvor einen Mangel an Immobilien gab, müssen jetzt Käufer aktiv gesucht werden, da die steigenden Leitzinsen und aktuelle Krisen die Nachfrage abflauen lassen. Vor allem Immobilien mit schlechter Energiebilanz werden immer schwieriger zu verkaufen sein. Obwohl der Markt zunehmend komplexer und fragmentierter wird, kann sich ein Hausverkauf noch immer lohnen, wenn die richtige Strategie gewählt wird.

Sollte ein Makler konsultiert werden?

In schwierigen Marktphasen spielt die Wahl des richtigen Maklers eine wichtige Rolle. Selbstverständlich können Eigentümer den Verkauf ihrer Immobilie auch eigenständig durchführen, jedoch gestaltet sich dies oft schwieriger als erwartet. Insbesondere private Eigentümer unterschätzen oft den zeitlichen und finanziellen Aufwand sowie die fachlichen Anforderungen, die bei einem erfolgreichen Immobilienverkauf zu beachten sind. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Verkäufer eine emotionale Bindung zu ihrer Immobilie haben und daher Schwierigkeiten haben, einen realistischen Preis dafür zu finden. Der ideelle Wert, den sie ihr zuschreiben, ist für den Käufer jedoch irrelevant. Ein guter Makler kann helfen, zwischen beiden Seiten zu vermitteln und zu einer fairen Preisfindung beitragen, wie Becker erklärt. Allerdings sollten Verkäufer bei der Wahl des Maklers vorsichtig sein. Während des Immobilienbooms wurde der Vertrieb und die Beratung vernachlässigt, was es schwierig macht, gute Makler zu finden. Es ist daher ratsam, sich selbst gründlich zu informieren und sich nicht allein auf den Makler zu verlassen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. –> wir helfen gerne

Welche Unterlagen benötige ich für den Verkauf?

Eine umfassende Dokumentation und Bereitstellung von Unterlagen ist beim Verkauf einer Immobilie von großer Bedeutung. Der Verkauf wird dadurch überzeugender, seriöser und sicherer gestaltet. Mindestens erforderlich sind der Kaufvertrag, die Teilungserklärung, der Grundbuchauszug, die Grundrisse, die Flurkarte und gegebenenfalls die Bauakte. Für den Verkauf von Eigentumswohnungen sind zusätzlich Protokolle der Eigentümerversammlungen und Nebenkostenabrechnungen erforderlich. Ein gültiger Energieausweis ist spätestens für die Besichtigungstermine notwendig. Erst wenn alle relevanten Unterlagen vorhanden sind, kann eine erfolgreiche Vermarktung, ein Verkauf und eine reibungslose Übergabe der Immobilie erfolgen. Darüber hinaus können auch Aufstellungen der laufenden Betriebskosten, Handwerkerrechnungen oder Gebrauchsanweisungen für Einbauten wie Kamin, Klimaanlage oder Heizung sowie Nachweise über Denkmalbestimmungen oder Erbpachtverträge bei der Kaufabsicht hilfreich sein.

Was gilt es noch zu beachten?

Der Zeitpunkt für einen erfolgreichen Immobilienverkauf kann von verschiedenen Faktoren abhängen. In der Regel kann eine Immobilie im Frühjahr oder Sommer besser verkauft werden, da die Bilder in Anzeigen ansprechender aussehen und viele Menschen in dieser Jahreszeit eher Lust auf Veränderung haben. In den Sommerferien oder über Weihnachten sind jedoch wahrscheinlich viele potenzielle Käufer im Urlaub. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ein Immobilienverkauf in der Regel mehrere Wochen dauert und es oft einige Zeit dauert, bis ein Käufer zum gewünschten Preis gefunden wird. Daher kann der Verkaufszeitpunkt in der Regel nicht auf einen bestimmten Monat festgelegt werden.

Außerdem ist es wichtig, eine breite potenzielle Käuferschaft zu erreichen. Dazu sollte die Immobilie auf verschiedenen Portalen beworben werden, wobei pro Portal Kosten von etwa 400 Euro pro Monat anfallen. Eine professionelle Präsentation mit aussagekräftigen Fotos, einem Exposé und einem Digitalen-Immobilien-Rundgang ist dabei besonders wichtig. Der Rundgang verhindert Immobilientourismus und zieht Interessenten aus anderen Regionen an. Um einen möglichst guten Preis zu erzielen, sollten Verkäufer überdies ihre Immobilie verschönern und unbedingt auf eine gepflegte Optik achten. Denn ungepflegte Gärten, unaufgeräumte Räume oder schlechte Fotos können potenzielle Käufer abschrecken.
Für eine kostenfreie Immobilienbewertung stehen wir gerne zur Verfügung –> Anfragen.

Es wird ernst, wie verhalte ich mich richtig bei den Besichtigungen & Verhandlungen?

Es ist wichtig, bei Besichtigungen auf Qualität, statt Quantität zu achten. Laut einem Experten sollten bei 14 Einzelbesichtigungen von jeweils einer Stunde ein Verkauf realisierbar sein. Daher empfiehlt er, Termine einzeln zu vergeben. Der Erfahrung nach sind für einen erfolgreichen Verkauf mindestens zwei Kaufanfragen notwendig.
Eine gezielte Vorbereitung auf Preisverhandlungen kann Eigentümern dabei helfen, den bestmöglichen Preis für ihre Immobilie zu erzielen. Angesichts des derzeitigen Marktes, in dem Käufer einen Vorteil haben, ist eine sorgfältige Vorbereitung umso wichtiger.

Eine Möglichkeit besteht darin, bereits im Vorfeld einen Verhandlungsspielraum von etwa 10 Prozent des ursprünglich geforderten Preises einzuplanen. So haben Eigentümer etwas mehr Spielraum bei der Verhandlung und können den Preis immer noch zu einem akzeptablen Preis verkaufen.

Während des Verhandlungsgesprächs sollten Eigentümer ruhig und gelassen bleiben und sich auf die wichtigsten Argumente konzentrieren, die den Wert ihrer Immobilie unterstreichen. Auch ein persönliches Gespräch kann dabei hilfreich sein, um Vertrauen aufzubauen und die Verhandlung in eine positive Richtung zu lenken. Es ist jedoch wichtig, das Gespräch auf ein bis zwei Stunden zu begrenzen, um Überforderung zu vermeiden.

Eigentümer sollten dem potenziellen Käufer auch ein Zeitlimit von maximal zehn Tagen geben, um sich endgültig zu entscheiden. Eine zu lange Bedenkzeit kann das Interesse des Käufers abkühlen und zu einem schnellen Verkauf der Immobilie führen.